Kirschwanderweg 1

Ein Streifzug zu Streuobstwiesen und Sehenswürdigkeiten

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Länge der Wanderung: ca. 4 km, Dauer ca. 1,5 Stunden

Die Strecke kann auch von Rollstuhlfahrern mit Begleitpersonen bewältigt werden.

Streckenverlauf: Start „Gibbenhoff“ (Parkmöglichkeit) - in Richtung Rathaus/ehemalige Kirche - Querung „Martinistraße“ in Richtung Altes Pfarrhaus - im Bürgerpark nach dem Kindergarten links - nächste Abbiegung rechts - nächste Abbiegung links - Querung „Brooksweg“ - geradeaus „Weidenstraße“ - rechts auf „Beckeroder Platz“ - hinter dem Freibad links in Feldweg - geradeaus halten bis Rechtskurve - am Ende links auf „Neuer Kamp“ - um Hof Beckerode herum - links „Am Borgberg“ - sofort rechts Abzweig „Am Borgberg“ 42–58 - Abzweig links Richtung „Bergstraße“ – „Bergstraße“/„Am Knoll“ bergauf nach rechts (Rollstuhlfahrer bitte hier direkt nach links bergab) - Weg am Waldrand nach links bergab - am Wanderparkplatz geradeaus auf „Bergstraße“ Richtung Ort - halb links „Iburger Straße“ (später „Martinistraße“) bis Rathaus

Am Wegesrand:

Rathaus: Das 1868 errichtete heutige Rathaus beherbergte vor dem Bezug durch die Gemeindeverwaltung im Jahre 1975 die Knaben- bzw. Volksschule des Ortsteils Hagen. In 17-monatiger Bauzeit wurde das Gebäude 1995 erweitert und zu einem modernen Servicezentrum ausgebaut.

Ehemalige Kirche: Dieses schöne alte Gebäude, das 1492 bis 1523 im spätgotischen Stil vermutlich anstelle einer älteren, wahrscheinlich romanischen Kirche errichtet wurde, war dem Heiligen Martin geweiht. Der mächtige Turm aus Sandsteinquadern ist nicht nur das älteste Gebäude, sondern auch ein Wahrzeichen Hagens. Seit dem Bau einer neuen, größeren Pfarrkirche 1972/73 auf dem gegenüberliegenden Gelände wird das Gebäude nicht mehr als Kirche genutzt, dient aber weiter kulturellen Zwecken. Wegen ihrer ausgezeichneten Akustik ist sie ein idealer Ort für Konzerte. Auch die regelmäßig stattfindenden Ausstellungen laden zu einem Besuch ein.

 Zu Hagens Kirschen:

Hagens Kirschbaumwiesen: Bereits im 16. Jahrhundert wurden in Hagen a.T.W. Süßkirschen in größerem Umfang angebaut. Um 1900 hatte sich die Gemeinde zum bedeutendsten Obstanbaugebiet zwischen Osnabrück und Münster entwickelt. Anders als in vielen anderen deutschen Kirschanbaugebieten entwickelte sich hier jedoch kein intensiver Plantagenobstbau, wo auf geringer Fläche zahlreiche Bäume in dichtem Abstand stehen. Stattdessen wurden Kirschbäume unterschiedlichster Sorten immer als Streuobstwiesen angelegt. Gepflanzt wurden zumeist Bäume mit starkwüchsigen Veredelungsunterlagen, aus denen sich hohe, großkronige Bäume entwickeln, sog. Hochstammbäume. Diese Wuchsform ist auf vielen Wiesen entlang der Wanderung noch heute deutlich zu sehen.

Im 20. Jahrhundert nahm die wirtschaftliche Bedeutung des Obstbaus in Hagen a.T.W. jedoch kontinuierlich ab, die Kirschblüte allerdings war mittlerweile ein beliebtes Ausflugsziel geworden. Die zum Teil schon sehr alten Bäume sind während der Blüte im Frühjahr auch heute noch in Hagen a.T.W. ein typisches Element der Landschaft. Bei genauem Hinsehen erkennt man aber auch das Problem. Doch viele der alten Kirschbäume sind am Ende Ihres Lebenszyklus angekommen.  Nachpflanzungen werden notwendig, damit Hagen a.T.W. auch weiterhin in jedem Frühjahr in seinem typischen strahlenden Weiß erblüht und Sorten wie die hier wiederentdeckte gelb-rötliche „Lucienkirsche“, die „Große Schwarze Knorpelkirsche“, die gelborange „Große Prinzessin“ oder „Schubacks Frühe Schwarze“ erhalten bleiben. Die Gemeinde Hagen a.T.W. fördert deshalb aktiv Neuanpflanzungen durch Privatleute auf Hagener Gebiet.

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